BILDUNG | SCHULE | BETREUUNG | SPORT

DAS HABEN WIR ERREICHT

  • Die Schulstrukturdebatte, wie sie grün-rot zu Lasten des Bildungserfolgs der Legislaturperiode ab 2015 führte, wurde überwunden zugunsten einer breit angelegten Qualitätsoffensive. Die in den Jahren 2016f. publizierten Leistungsvergleichsstudien verdeutlichten den Handlungsbedarf.
  • Zielsetzungen ist die Stärkung der Qualität frühkindlicher Bildung und Betreuung sowie von Schule und Unterricht. Dazu gehört die Sicherung der Unterrichtsversorgung.
  • Damit sich Bildungsmonitoring, datengestützte Qualitätsentwicklung, Lehrkräfteaus- und -fortbildung sowie Beratung und Unterstützung in ein Gesamtkonzept einfügen, wurden das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung sowie das Institut für Bildungsanalysen gegründet.
  • Der Pakt für gute Bildung und Betreuung steht für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung für eine intensivere Förderung aller Kinder. Das Forum Frühkindliche Bildung wurde eingerichtet. Die Maßnahmen werden ergänzt durch Fördermittel des Gute-Kita-Gesetzes. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gewährung von Leitungszeit und der PIA-Offensive.
  • Die Förderung sprachlicher und elementarer Kompetenzen in der Kita setzt sich mit der Stärkung der Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen fort. Schreiben nach Gehör ist untersagt. Ein verbindlicher Rechtschreibrahmen ist eingeführt.
  • Das Konzept „Stärkung der Realschule“ gibt eine Antwort auf die gestiegene Heterogenität der Schülerschaft. Leistungsdifferenzierter Unterricht ist wieder erlaubt und gleichberechtigt mit der binnendifferenzierten Förderung.
  • Die neue gymnasiale Oberstufe bietet mehr Wahlfreiheit und Raum für individuelle Begabungen. Sie intendiert ein höheres Leistungsniveau bei breiter Allgemeinbildung und stärkt den MINT-Bereich. In Bad Saulgau wird ein MINT-Exzellenzgymnasium eingerichtet.
  • Der Informatikunterricht wurde ausgebaut und das Profilfach IMP eingeführt. Mit dem DigitalPakt Schule, dem Sofortausstattungsprogramm für digitale Endgeräte sowie der Förderung von IT-Administratoren werden Impulse für die Digitalisierung von Unterricht gegeben. Dazu zählen Tablet-Projekte und der Ausbau der Lernfabriken 4.0.
  • Wir wissen: Auf die Lehrer und Schulleitungen kommt es an. Die Absenkung der Eingangsbesoldung wurde zurückgenommen, der 11.602-Lehrerstellen-Abbaupfad beendet, ein Qualifizierungsprogramm für 5.000 HWRS-Lehrer aufgelegt, Stellenhebungen und Funktionsstellen für Fachlehrer geschaffen wurden und die Schulleitungen an GHWRS gestärkt.
  • Schule braucht gute Rahmenbedingungen. Das Land hat sich in den Jahren 2017 bis 2019 an den Sanierungslasten der Kommunen mit rd. 595,6 Mio. Euro beteiligt. Im DHH 2020/21 stehen 400 Mio. Euro für Schulbau und -sanierung bereit. Von 2016 bis 2020 bezuschusste das Land insgesamt 551 kommunale Sportstättenbauprojekte.
  • Mit dem novellierten Privatschulgesetz erhalten freie Schulen erstmals eine solide und verlässliche Finanzierung. Der Kostendeckungsgrad von 80 % nach BKM ist gesetzlich verankert sowie ein Ausgleichsanspruch für nicht erhobenes Schulgeld i. H. v. max. 10 %.
  • Die seit dem Schuljahr 2014/15 bestehende Begrenzung des Landeszuschusses für kommunale Betreuungsangebote an Primarschulen wurde zum Schuljahr 2020/21 aufgehoben.
  • Insgesamt fließt rund jeder vierte Euro (24,1%) in den Kultusbereich. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Plus von 22,4 Prozent.

Broschüre - Bildung

das haben wir vor

DAS HABEN WIR VOR

  • Das Qualitätskonzept ist konsequent umzusetzen. ZSL, IBBW und das FFB haben klare Zielsetzungen. Das Leistungsniveau muss sowohl in der Breite (Risikogruppe) als auch an der Spitze (Eliten) gehoben werden. Die Stärkung der Grundkompetenzen ist wichtig.
  • Die Sicherung der Unterrichtsversorgung bleibt eine zentrale Aufgabe. Die Zahl der Studienplätze ist ggf. auszubauen (Grundschule; Sonderpädagogik). Der zukünftige Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ist dabei zu berücksichtigen.
  • Die Verlängerung des Referendariats von 18 auf 24 Monate ist zu prüfen. Die zweite Stufe des Konzepts zur Stärkung und Entlastung der Schulleitungen ist in Abhängigkeit von der Lehrkräfteversorgung umzusetzen (Entlastungskontingent etc.).
  • Es bedarf gelingender Übergänge zwischen Kita, Grundschule und Sekundarstufe I. Im Sinne einer konsequenten Förderung ist die Einführung einer durchgängigen Schülerakte zu prüfen. Infolge der Abschaffung der verbindlichen GSE finden sich mehr Schüler an Schularten, die dem Leistungsniveau nicht entsprechen. Damit verbinden sich der Ausbau an zentralen Lernstanderhebungen und die Einführung zentraler Klassenarbeiten.
  • Die Grundschulempfehlung (GSE) muss verbindlicher werden. Die GSE sollte durch zentrale Klassenarbeiten in Deutsch und Mathematik im ersten Halbjahr unterlegt werden. GSE und Halbjahresinformation sind der weiterführenden Schule vorzulegen. Zur Hebung von Bildungspotenzialen kann eine Lernstandserhebung Ende Klasse 4 beitragen.
  • Als Alternative zur Wiedereinführung der verbindlichen GSE, die politisch schwer umsetzbar sein dürfte, ist eine Verlagerung der Entscheidung nach Klasse 5 zu beraten. Auf Basis der erzielten Noten (ergänzt um Lernstand 5 und zentrale Klassenarbeiten) entscheidet die Gesamtlehrerkonferenz am Schuljahresende über den weiteren Bildungsverlauf eines Schülers. Dies wäre ein anreizorientiertes „Probejahr“ an der gewünschten Sekundarschule.
  • Mit der Einführung des G-Niveaus an Realschulen haben diese als Schulart an Identität verloren. Zu prüfen ist, das G-Niveau abzuschaffen. Eine Realschule sollte eine echte Realschule sein. Zu beraten ist, ob eine Realschule dort, wo es in zumutbarer Erreichbarkeit keine HWRS gibt, temporär einen separaten G-Zug mit entsprechender Ressourcenausstattung führt.
  • In der G8/G9-Frage sollte am leistungsorientierten Gymnasium festgehalten werden. Die Einrichtung eines optionalen G9-Zugs ab Klasse 7 auf Beschluss der Schulkonferenz ist zu prüfen. Im Sinne der Leistungsorientierung sollte in den Klassenstufen 5 und 6 das G8-Niveau belassen werden und eine Dehnung der Mittelstufe erfolgen.
  • Ganztag und Betreuung sollten sich gegenseitig ergänzen. Erstrebenswert sind die Einführung von Koordinationsstellen für die Angebote sowie die Umstellung der Bezuschussung von Betreuungsangeboten auf angemessene Pro-Kopf-Sätze.
  • Eine Stärkung der Gemeinschaftskunde im Sinne der Demokratie-Erziehung ist erstrebenswert. Die Grundbildung und das lebenslange Lernen gewinnen an Bedeutung.
  • Über die Verlängerung sowie die Ausgestaltung des Solidarpakts Sport ist zu entscheiden.