EHRENAMT / ZUSAMMENHALT

BADEN-WÜRTTEMBERG IST DAS LAND DES EHRENAMTS

Dem ehrenamtlichen Engagement kommt in Baden-Württemberg hohe Bedeutung zu. Dies wird durch unterschiedliche Erhebungen immer wieder aufs Neue bestätigt. Der große Umfang, in dem sich die Menschen im Land ehrenamtlich engagieren, ist ein zentraler Baustein unserer gesellschaftlichen Stabilität und Widerstandsfähigkeit.

 

Der Beitrag, den die verschiedenen Vereine und Organisationen beispielsweise aus den Bereichen Sport, Musik und Kultur, Jugend und Soziales, Kirchen, Natur und Umwelt sowie Rettungsdienst und Feuerwehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Unterstützung lokaler Strukturen leisten, ist von unschätzbarem Wert. Dabei entspricht es dem Wesen des Ehrenamts, dass der Einsatz und das Engagement trotz des oftmals nicht unerheblichen Zeitaufwands unentgeltlich erfolgen. Umso wichtiger ist es, dieses Engagement für die Allgemeinheit angemessen wertzuschätzen. Es darf keinesfalls als selbstverständlich angesehen werden. Was wären viele Veranstaltungen ohne die Begleitung durch die Blasmusikkapellen oder die Unterstützung der Mitglieder der örtlichen Jugendverbände, Sportvereine oder Sanitätsdienste? Oder wo würden viele Angebote im Sozialbereich heute stehen ohne die Beteiligungen ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger? Gleiches gilt mit Blick auf viele Angebote für Kinder und Jugendliche. Wir können es uns nicht leisten, dass die Bereitschaft der Menschen, sich für ihr Gemeinwesen zu engagieren, schwindet. Dies wurde uns nicht zuletzt in Folge der Corona-Pandemie nochmals besonders deutlich vor Augen geführt. Aus diesem Grund lag und liegt die Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Menschen der CDU-Landtagsfraktion besonders am Herzen.

Als Abgeordnete, die von jeher ganz besonders in ihren Wahlkreisen verankert sind, haben wir bereits in der Vergangenheit darauf geachtet, dass das Ehrenamt angemessen unterstützt und gefördert wird. Und das wollen wir auch in Zukunft tun. Dabei ist uns wohl bewusst, dass die Organisationen und Vereine gegenwärtig vor mannigfaltigen Herausforderungen stehen. So steigen die Anforderungen im administrativen Bereich, beispielsweise im Steuerecht oder beim Datenschutz, stetig. Zudem verändern der demografische und der gesellschaftliche Wandel die Strukturen des Ehrenamts grundlegend. Und jüngst haben auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu extremen Belastungen geführt.

Im Lichte dessen wollen wir die Unterstützung des Ehrenamts im Land zielgerichtet weiterentwickeln.

Ehrenamt / Zusammenhalt

das haben wir vor

DAS HABEN WIR ERREICHT

  • Wir haben in der Corona-Krise finanzielle Soforthilfen von 50 Mio. Euro für Vereine auf den Weg gebracht.
  • Mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz stärken wir die Rechte der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auch für bestimmte Fälle unterhalb der Katastrophenschwelle und außerhalb der Regelungen im Feuerwehr- oder Rettungsdienstgesetz. Das betrifft neben Verdienstausfall sowie Schaden- und Aufwendungsersatz auch eine Beteiligung des Landes an den Kosten für Ausbildung, Fortbildung und Ausstattung mit der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung.
  • Im Übrigen haben wir in großem Umfang in die Infrastruktur für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz investiert.
  • Die jährliche Landesförderung für das Freiwillige Soziale Jahr haben wir von drei Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro erhöht.
  • Mit dem Impulsprogramm „Na klar, zusammen halt…“ haben wir in acht Themenfeldern konkrete Projekte gefördert, die durch mutige und unkonventionelle Ansätze das Miteinander im Land stärken.
  • Das Ehrenamt leistet nach wie vor einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms aus den Jahren 2015/2016.

DAS HABEN WIR VOR

  • Wir wollen auch zukünftig nachhaltige Impulse zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts setzen. Dazu zählen beispielsweise die Schaffung von lokalen Anlaufstellen zur Koordination bürgerschaftlichen Engagements sowie die Unterstützung von Seniorenbüros und anderen Netzwerken wie Bürgerstiftungen oder Mehrgenerationenhäusern.
  • Wir regen weiterhin die Einführung einer Ehrenamtskarte an.
  • Wir treten dafür ein, dass die ehrenamtlichen Ressourcen des Bevölkerungsschutzes weiter ausgebaut werden. Den Freiwilligen Polizeidienst wollen wir stärken. Die Einschätzung des Normenkontrollrates Baden-Württemberg, dass es dringend an der Zeit ist, die bürokratischen Lasten des Ehrenamtes zu verringern, teilen wir.
  • Wir wollen aktiv darangehen, die entsprechenden Empfehlungen zeitnah umzusetzen.