Kunst / Kultur

Baden-Württemberg verfügt über eine herausragende Kulturlandschaft, die durch eine Mischung aus Spitzenkunst, vielfältigen Kultureinrichtungen im ganzen Land und einem breiten ehrenamtlich getragenen Engagement im Amateurbereich geprägt ist. 

Kulturpolitische Leitlinien der cdi-fraktion

Freiheit der Kunst: Die verfassungsrechtlich garantierte Kunstfreiheit ist Ausgangspunkt unserer Kulturpolitik. Wir nehmen keinen Einfluss auf die Inhalte der Kunst. Der Instrumentalisierung von Kunst und Kultur erteilen wir eine Absage. 

Kunst und Gesellschaft: Kunst spiegelt die Gesellschaft und ihre Prozesse und kann diese kritisch beleuchten. In unserer pluralistischen Gesellschaft kann Kunst dazu beitragen, gemeinsame Werte herauszustellen und den Zusammenhalt gesellschaftlicher Gruppen zu stärken. 

Kultur im ganzen Land: Wir stärken die Kultur im ganzen Land. Kunst und Kultur müssen überall im Land erlebbar sein, nicht nur in den großen Ballungszentren. Wir halten kulturelle Leuchtturmprojekte auch fernab der urbanen Zentren für sinnvoll und notwendig. 

Kultur in der Breite und in der Spitze: Nachhaltige Kulturpolitik muss in einem Wechselspiel zwischen Breitenkultur und Spitzenförderung erfolgen, denn „ohne Breite keine Spitze“. Zugleich profitiert die Kulturarbeit in der Breite von Spitzenleistungen, die Anreize setzen.  

das haben wir erreicht

  • Wir haben uns erfolgreich für eine Stärkung der Amateurmusik im Land eingesetzt: 
  • In Plochingen und Staufen werden auf unsere Initiative hin Musikakademien gebaut, mit denen die Blasmusiker und Chöre im ganzen Land unterstützt werden. Für den Neubau des Musikzentrums in Plochingen stellt das Land 11,8 Mio. Euro bereit, für den Neubau in Staufen neun Mio. Euro. 
  • Wir haben erreicht, dass die Dirigenten- und Chorleiterpauschale für die Musik- und Gesangsvereine von bisher 360 Euro auf nunmehr 500 Euro erhöht wurde. 
  • Wir haben die „Keltenkonzeption“ des Landes auf den Weg gebracht und uns erfolgreich für die Übernahme der Trägerschaft für die Heuneburg durch das Land eingesetzt. 
  • Wir haben die Förderung für die Freilichtmuseen im Land von bisher rd. 750.000 Euro pro Jahr um zusätzlich 1,4 Mio. Euro auf rd. 2,15 Mio. Euro pro Jahr erhöht und damit fast verdreifacht.
  • Wir haben für die Heimat- und Trachtenverbände eine Anschubfinanzierung von mehr als 150.000 Euro erreicht. Damit unterstützen wir die ehrenamtliche Arbeit der 65.000 Aktiven in den Vereinen. 

das haben wir vor

  • Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie dünn das Eis der sozialen Absicherung bei zahlreichen Künstlern, insbesondere bei den Solo-Selbstständigen, ist. 
  • Wir werden daher umfangreiche Corona-Unterstützungsmaßnahmen in Gang setzen, um den durch die Corona-Pandemie betroffenen Kultureinrichtungen und Solo-Selbstständigen im Land die dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen. 
  • Wir wollen ein Sonderprogramm Breitenkultur auflegen: 
  • Die Chorleiterpauschale soll künftig nicht mehr entsprechend der Zahl der Vereine, sondern entsprechend der Zahl der Ensembles ausgezahlt werden (Forderung des Dachverbands Amateurmusik; Kosten: rd. 1. Mio. Euro). 
  • Die Landesförderung für die Amateurtheater wollen wir um mindestens 50 Prozent erhöhen (bisher: 800.000 Euro). 
  • Die Förderung für die Heimat- und Trachtenverbände sowie für die Fastnachts- und Faschingsverbände wollen wir ebenfalls um mindestens 50 Prozent erhöhen. Die Zuständigkeit für die Heimat-und Brauchtumspflege wollen wir im Innenministeriums ansiedeln. 
  • Wir setzen uns für einen freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in den Landesmuseen ein – und zwar dauerhaft. In der Folge der Corona-Pandemie hat das Land im Mai 2020 Kinder und Jugendliche für ein Jahr von den Eintrittskosten befreit. Wir treten für eine generelle Kostenbefreiung von Kindern und Jugendlichen in den Landesmuseen unabhängig von der Corona-Pandemie ein. 
  • Die CDU spricht sich für die Errichtung eines Kulturfonds Baden-Württemberg aus. Mit den Mitteln dieses Kulturfonds sollen Sanierungs- und Ausstattungsmaßnahmen für den Substanzerhalt kleinerer, nichtstaatlicher Einrichtungen finanziert werden. 
  • Wir werden ein Kulturbüro Baden-Württemberg als erste Anlaufstelle für Kulturschaffende und Kreative in Baden-Württemberg einrichten. Kulturschaffende und Kreativunternehmer erhalten dort eine fundierte Beratung. Über das neue Kulturbüro sollen zudem Landes-Projektförderungen im Kunstbereich abgewickelt werden. 
  • Wir werden die Digitalisierung im Kunstbereich insbesondere bei den Museen des Landes weiter vorantreiben. 
  • Die CDU setzt sich für die Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes bei gewerblich gehandelten Kunstgegenständen ein. Zudem werden wir auf eine Pauschalmargenbesteuerung für den Kunsthandel hinwirken. Dadurch sollen Nachteile des deutschen Handels gegenüber ausländischen Mitbewerbern kompensiert werden. 
  • Wir sprechen uns dafür aus, hochbegabten Schülern einer Musik- oder Jugendkunstschule eine zweite wöchentliche Unterrichtsstunde durch das Land zu finanzieren.